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They never come back dieses hoffnungsfroh stimmende alte Sprichwort gilt nicht nur für Boxer, sondern auch für die Sterne und Sternchen des Showbiz. Wer unter unseren älteren Lesern erinnert sich nicht zum Beispiel gerne noch an den in den 50er Jahren bei uns oft und gern gespielten Kinderdarsteller Heintje. Schon im zarten Alter von zehn Jahren, wo andere Kinder noch den Teddybären ihrer Schwestern die Glasaugen aus den Schädel bohren und als Selbstgebrannten unters dürstende Volk brachten, hatte Heintje bereits seine ersten drei Gassenhauer abgemischt.
Gleich sein erstes Debütalbum Düdü (O-Ton Heintje) schoß wie ein Komet in die harten Aufbaujahre, in denen die deutsche Seele ansonsten nur Not, Entbehrungen, Leid und amerikanische GI-Caps auf den Plattentellern rotieren ließ. Seine Follow-Up-LP Heidi 2 brachte dann so unvergesserliche Evergreens wie Junge komm bald nieder (zum Spielen), Money Maus oder Wenn der Wind hervor.
Mama kauft alle seine Platten
Seine Überflieger-Scheibe Mama, die einige hundert Mal über die Theken ging, hätte ihm allerdings niemand zugetraut. Dieses komplexe Opus spiegelte in so dramatischer Form den herrschenden Zeitgeist wider, daß mancherorts überlegt wurde, ob man die Bundesrepublik nicht lieber in Mamaland umtaufen sollte. Sie katapultierte ihn folglich an die Spitze der europäischen deutschen Hitparaden.
Danach allerdings wurde es still um den entzückenden Knaben mit der glockenhellen Silberstimme. Seine Nachfolgewerke Papa und Schwesterchen blieben in den Regalen stehen, weil allerorten nur noch Mama lief. Der letzte Versuch seines Managers, Bruders, Produzenten, Studiobesitzers, Stiefonkels, ständigen Lebenspartners und Abmischers B. Bingo, ihn mit den Liedern Mamuschka, Ach groß Mütterlein und Adoptivmama noch einmal ins Geschäft zu bringen, schlugen fehl. Heintje wurde im Alter von 35 offiziell die Kindheit entzogen und sein Manager ging wegen Ämterhäufung ins Gefängnis. Eine ganze Ära deutscher Liedkultur schien endlich zu Ende zu gehen.
Vergessen, aber nie verziehen, so schien er in den deutschen Nachkriegsannalen verewigt. Aber immer wieder fragen uns wildfremde Leute auf der Straße, per Brief, Fax und Terroranruf, was denn aus diesem ach! so charismatischen... äh... Dings... nein, Jungen geworden sein mag.
Diese Frage ließ uns keine Ruhe und so haben wir unseren diplomierten Heintje-Forscher Ognib B. damit beauftragt, Nachweise seines Verbleibs festzustellen und unverzüglich zu melden.

Sensationell: Heintje lebt!
Nach nur drei Jahren intensivster Recherche in seinem Büro können wir Ihnen jetzt endlich erste aufsehenerregende Ergebnisse präsentieren.
Heintje hat sich nämlich mitnichten zur Ruhe gesetzt er arbeitet vielmehr mit Volldampf (in seinem antiquierten Londoner Renaissance-Studio, in dem schon Louis Kattors seinen Leclat cest moi rappte) an seiner zweiten Karriere.
Nach seiner halsüberstürzten Vertreibung aus seiner geliebten holländischen Zwangsheimat (Niederlande) ließ er sich jenseits des Kanals in England nieder. Dort fand er eine liebe Frau, zwei liebe Kinder und ein ganz liebes, reetgedecktes Nest im Südosten von Wales. Mit der Welt wieder vereint, machte er sich ungebrochenen Herzens aber Mutes daran, neues Songmaterial für seine ihm immer noch treuen Anhänger, die ihm Mama nie vergessen konnten, zu sichten und zu produzieren. Aus Sicherheitsgründen legte sich Heintje eine neue Identität zu. Martin L. King war sein erster Streich, der ihm jedoch von den Behörden rasch wieder ausgetrieben wurde. So nannte er sich fortan P. Collins, ließ sich eine Glatze stehen und lernte singen.
Zu seinem Erstaunen wohnte direkt neben seinem Dorf in völliger Abgeschiedenheit Grace Kelly mit Frank Sinatra und seinen Gören, den berühmten Collins Kids, die ihm zu einem Plattenvertrag mit dem angesehenen Independent-Label WEA/Sony/CBM/ ABC/OWE verhalfen.
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Seine erste Veröffentlichung nahm er noch mit Musikern im Studio auf, die zweite wurde bis dato nie veröffentlicht. Erst, als er sich entschloß, seinen kryptischen Namen in Phil Collins zu ändern und in die 50er zu gehen, änderte sich das schlagartig. Seine zweite Single erschien und wurde verkauft, woraufhin er endlich in den örtlichen Kirchenchor aufgenommen wurde. Fortan nannten sie sich in genialischer Anlehnung an die Bibel Genesis und tingelten jahrelang mit großen Erfolgen durch die Beichtstühle und Gemeindehäuser der ganzen Welt.
Zu Phil dem Guten
Der große Wendepunkt in seiner neuen Identitätskarriere nahte, als Chorleiter P. Gabriel, der gute Erzengel, auf der Themse ausrutschte und in den berüchtigten Nebeln (fox) Englands unterging (und Jahre später als sprichwörtlicher Peter-Seller wieder auftauchte). Von da an mußte Phil von seinen Mitstreitern selbstlos ins Rampenlicht gezerrt werden, um selbst ans Mikrophon zu greifen. Unaufhörlich stieg nun sein Beliebtheitsgrad bei den englischen Mittfifties und Hausfrauen (No Income, Double Kids NIDK), und auch sein Wunsch, alles für sich und allein zu machen.
Das mußte sich natürlich bald auszahlen. Schon sein Erstling No Trousers required war nicht unerfolgreich. Seine Cover-Version des 60er Jahre Dancehits You cant curry Wurst (deutsche Version von H. Grönemeyer Einmal Curry Schranke) hielt sich ziemlich lange in den britischen, englischen, irischen, wälischen, schottischen, walisischen und italienischen Charts und wurde zum Imbiß-Song des Jahres 81 gekürt.
Neben seinen solistischen Einzelgängen betreute er nachwievor sein Bandprojekt Genesis, mit dem er drei Jahre später einen Rückschritt in die persönliche intrauterine Vergangenheit unternahm, der ihm noch mehr Ruhm als Ehre einbrachte. Mama hieß das epochemachende Singlewerk, und wer den Anfang dieses Artikels aufmerksam gelesen hat, wird unschwer gewisse Parallelen feststellen.
Arm dran aber reich drauf
Trotz seiner mittlerweile 50 Jahre und dem vielen Geld, das er (eigentlich nicht) verdient hat, ist er immer noch der Alte geblieben, immer noch einer von uns. Leider. Zwar hat er sich mittlerweile sogar seine dritte Frau und sein zwölftes Kind zugelegt, aber dennoch hat ihn der Reichtum nicht weiter mitgenommen. Sogar seine sündhaft teuren Designerhosen von Vilatschi bügelt er immer noch selbst und zieht sie sogar ganz alleine und eigenhändig vor dem Betreten einer Bühne und eines Bettes aus.
Über all die Jahre ist Phil Heintje Collins seinem typischen, unverkennbaren und gar einmaligen Musizier-Stil bis heute treu geblieben. Er zeichnet sich aus durch konstant glatte Melodien, Gesamtarrangements von gleichbleibender Wasauchimmer, die niemandem weh tun, und seine ganz besonderen Videoclips mit viel Zaunpfahl-Message für die thanx, no denks-Generation der neuen Generation. Nicht umsonst wird dieser große Graue Star in den 50ern von seinen geliebten Käuferkunden als der Mann für alle TrommelFälle tituliert.
Wir hoffen, unseren Lesern mit diesem Artikel einen unschätzbaren Dienst geleistet zu haben.
«They always play back»
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Wenn Phil seine Bühne betritt, will er volksnah wirken. Darum zieht er seine Designer-Jeans aus und wirft sich dafür obiges Designer-Pseudofell aus dem Hause Tigerphilli über.
Wir meinen: weiter so, Phil! Weniger ist halt eben mehr.
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